ePass

Opens internal link in current windowFingerabdruckscan im Reisepass erforderlich (seit November 2007)!

Die Bundesrepublik Deutschland führte am 01.11.2005 als eines der ersten EU-Länder den elektronischen Reisepass (kurz: ePass) mit biometrischen Daten ein.

Der Chip im ePass enthält zunächst die üblichen Passdaten und das Lichtbild.

Ab März 2007 werden zusätzlich zwei Fingerabdrücke digital gespeichert.

Neben den Mitgliedsländern der EU werden in den nächsten Jahren auch Japan, die USA, Australien, Russland, Kanada, die Schweiz und andere Staaten Pässe mit elektronischer Biometriefunktion einführen. 

Biometrie im Pass ist nicht völlig neu: Körperliche Merkmale wie Augenfarbe, Größe und Gesichtsbild werden seit Jahrzehnten zur Erkennung von Personen genutzt.

Neu ist, dass biometrische Merkmale in einem Chip gespeichert werden.

So können bei der Grenzkontrolle die Daten im ePass-Chip maschinell mit den vor Ort erhobenen biometrischen Merkmalen der kontrollierten Person verglichen werden.

Die Sicherheit der Pässe wird damit in zweifacher Hinsicht auf ein höheres Niveau gehoben. Zum einen stellt der Chip im ePass eine zusätzliche Fälschungshürde dar. Mit dieser neuen Technologie wird Deutschland weiterhin über einen der fälschungssichersten Pässe der Welt verfügen.

Kein Terrorist soll mit gefälschten Reisedokumenten einreisen können. Zum anderen wird der Schutz vor Missbrauch von Pässen erhöht: Der Chip erlaubt eine elektronische Überprüfung, ob der Nutzer des Dokuments tatsächlich der Passinhaber ist. Beides ist wichtig für die Sicherheit unseres Landes.

Mit der Einführung elektronischer Reisepässe seit 01.11.2005 sind auch neue Richtlinien für Passbilder in Kraft getreten, die optional auch für Lichtbilder in Personalausweisen angewendet werden können.

Damit die ePass-Lichtbilder internationalen Standards entsprechen und für die biometrische Kontrolle geeignet sind, wird eine neue Art Passfoto benötigt.

Das Lichtbild für den ePass wird nicht – wie zuvor bei Reisepässen üblich – im Halbprofil, sondern frontal aufgenommen.

Für Fotografen und Passbehörden stehen eine neue Foto-Mustertafel und eine Passbild-Schablone zur Verfügung, um ePass-Lichtbilder auf ihre Biometrietauglichkeit zu überprüfen.