Überraschungsbesuch beim Adventsgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Rothwesten

In der Friedenskirche in Rothwesten sang am gestrigen Abend der im November neu gegründete Rothwestener Kinderchor „Lucinia“ und der Abendchor der Hegelsbergschule „Chorisma“ unter Leitung von Dr. Claudius Stern und Alexandra Galauch.

In der voll besetzten Kirche begrüßte Pfarrer Haußen nicht nur die neuen Flüchtlinge, sondern auch besonders die katholischen Christen. Nach dem Krieg sind viele katholische Flüchtlinge nach Rothwesten gesiedelt.

Der musikalische Abendgottesdienst stand unter dem Wochenspruch „Freuet euch in dem Herrn allewege. Und abermals sage ich euch: Freuet euch. Der Herr ist nahe“.
Zu dieser Freude wurden die Gottesdienstbesucher durch die von Pfarrer Haußen durch Meditation, Gebet und Informationen eingeleiteten Lieder eingeladen und innerlich angerührt. So wurde das adventliche Gebet um Freiheit von dem peruanischen Freiheitslied „El condor pasa“ und das Gebet um Licht auf den Wegen von dem katholischen „Ave Maria“ eingeleitet.
Besonders bewegt war die Gottesdienstgemeinde, dass 5 Flüchtlingskinder, die erst seit wenigen Monaten in Rothwesten in der Sonnenallee wohnen, in dem Kinderchor mitgesungen haben.
Nicht nur ihre Eltern haben ihre Kinder zum Abendgottesdienst begleitet, sondern fast ein Viertel der überwiegend in der Sonnenallee wohnenden Flüchtlinge (40 Personen).

Frau Kühne, die wie viele andere Ehrenamtliche aus der Kirchengemeinde die Flüchtlinge begleitet, hat die Familien vorgestellt und Sie in dem offenen Haus Kirche begrüßt.
Die Flüchtlinge haben Ihrerseits den Dank an Pfarrerehepaar Haußen und die Unterstützer weitergegeben.

Am Heiligen Abend um 15.00 Uhr singt der Kinderchor nochmal im Familiengottesdienst der Rothwestener Friedenskirche (Karl-Marx-Straße 4). Er begleitet das Krippenspiel, das in diesem Jahr von der Konfirmandengruppe gespielt wird.
Am Ende stellte sich die gesamte Gottesdienstgemeinde unter den Segen des einen Gottes.

Eine Gottesdienstbesucherin bemerkte am Ende: „Heute morgen habe ich eine Predigt über den Frieden gehört; heute Abend konnte ich ihn spüren – ökumenisch und interreligiös“.