Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Fuldatal

Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Fuldatal ist Aufgabe des Fachgebietes 5.4 Wasserversorgung.

Die Wassergewinnung

Die Gemeinde Fuldatal besteht aus 6 Ortsteilen mit insgesamt ca. 12.500 Einwohnern.

Die Wassergewinnung erfolgt mittels 4 Tiefbrunnen. Die Tiefbrunnen 2 und 3 Kragenhof befinden sich linksseitig der Fulda in der Nähe der Eisenbahnbrücke Kragenhof.

(Der Tiefbrunnen 1 Kragenhof musste 1986 wegen der Neubaustrecke H/W der Deutschen Bundesbahn stillgelegt werden. Hierfür wurde als Ersatz der Tiefbrunnen 3 Kragenhof niedergebracht).

Die Tiefbrunnen 1 und 2 Wilhelmshausen befinden sich im Reinhardswald nördlich von Wilhelmshausen.

Die Förderung pro Jahr aller 4 Brunnen liegt bei ca. 700.400 m³ (1999).

Alle vier Tiefbrunnen wurden zwischen 1970 und 1983 gebaut und sind als Wasserschutzgebiete ausgewiesen.

Der Pro-Kopf-Wasserverbrauch liegt in Fuldatal im Jahr bei ca. 46,48 m³ (1999).

Die Wasseraufbereitung

Trotz sehr guter Grundwasserqualität kann es vorkommen, dass sich zuviel Kohlensäure, Eisen und Mangan im Trinkwasser befinden.

Aus diesem Grund wird das Wasser aus den Brunnen in der Aufbereitungsanlage gefiltert und miteinander verschnitten.

Mangan ist ein für den Menschen unschädliches Element, es würde allerdings zu Trübungen im Wasser führen und wird aus diesem Grunde entfernt.

Die Wasserqualität

Die gute Wasserqualität ermöglicht es Fuldatal das Wasser in der Regel nicht zu chloren.

Es unterliegt ständiger Qualitätsprüfung; ca. 3-4 Mal im Jahr werden Proben in verschiedenen Gebäuden, z.B. Kindergärten entnommen und diese zur Untersuchung an das staatliche Medizinal-, Lebensmittel- und Veterinäruntersuchungsamt Nordhessen geschickt.

Der Härtebereich des Wassers aus dem Wasserwerk Kragenhof liegt bei 3 (hart), der des Werkes Wilhelmshausen bei 1 (weich).

Die Wasserspeicherung

In Fuldatal befinden sich 5 Hochbehälter: in Ihringshausen (Lohberg), Rothwesten (Petersweg), Wilhelmshausen, Wahnhausen und Knickhagen.

Die Bürger in Simmershausen werden aus den Wasserhochbehältern in Rothwesten und Ihringshausen mitversorgt. Die Speichermenge insgesamt beträgt 3.290 m³.

Die Wasserverteilung

Das Wasserwerk Kragenhof versorgt über den Hochbehälter Lohberg den Ortsteil Ihringshausen, ca. die Hälfte des Ortsteiles Simmershausen (Tiefzone), über den Hochbehälter Wahnhausen den Ortsteil Wahnhausen sowie das Gut Kragenhof.

Das Wasserwerk Wilhelmshausen versorgt über den Hochbehälter Wilhelmshausen den Ortsteil Wilhelmshausen, über den Hochbehälter Petersweg den Ortsteil Rothwesten und ca. die Hälfte des Ortsteils Simmershausen (Hochzone) und über den Hochbehälter Knickhagen den Ortsteil Knickhagen.

Das Rohrnetz

Das Rohrnetz hat eine Länge von 137 km. Hiervon sind ca. 89 km Gußrohrleitungen, ca.46,5 km Kunststoffrohre und ca. 1,5 km sonstige Materialien.

Hierbei handelt es sich um Rohre mit einem Durchmesser von DN 65 bis DN 250.

Die Anzahl der Wasseranschlußleitungen beträgt 3.580.

Information der Gemeinde Fuldatal Klimaschutzteilkonzept für die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Fuldatal

Die energetische Optimierung der Trinkwasserversorgung kann einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der sich zunehmend anspannenden Lage im Bereich der Energieversorgung und des Klimawandels leisten.
Im kommunalen Bereich sind die Trinkwasserversorgungsanlagen oftmals einer der großen Energieverbraucher und liegen in Zeiten steigender Energiekosten und wachsender Verant-wortung zum ressourcenschonenden Umgang mit Energie im Fokus für Maßnahmen zur Effi-zienzsteigerung, um zum Klimaschutz beizutragen
Den Betreibern von Trinkwasserversorgungssystemen bietet sich gerade heute die Möglich-keit im kommunalen Umfeld Akzente, hinsichtlich eines verantwortlichen Umgangs mit dem Thema Energie, zu setzen. Die Verschwendung von Energie ist nicht nur mitverantwortlich für die zunehmende Belastung unseres Klimas, sie kostet den Verbraucher auch unnötig Geld.

Daraus resultiert das Gebot: „Wo immer es möglich ist, ist Energie zu sparen beziehungswei-se sind Energieressourcen besser auszunutzen.“
Dazu hat das Hessische Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ein Merkblatt zur Erstellung von Klimaschutzteilkonzepten erarbeitet, um Betreibern und Pla-nern einen einheitlichen Standard für die Durchführung von Effizienzanalysen zur Verfügung zu stellen und eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.

Die Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) hat mit der Information Wasser Nr. 77 („Handbuch Energieeffizienz / Energieeinsparung in der Wasserversorgung“, Stand Juli 2010) eine Grundlage für die Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes erstellt.
Für die energetische Bewertung wird eine Verbrauchermatrix mit dem Stromverbrauch der (wesentlichen) Einzelverbraucher aufgestellt. Anschließend erfolgt eine Analyse und Bewer-tung der Bestandssituation. Auf Grundlage dieser Bewertung werden Bereiche mit Einspar-potential festgelegt und näher untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist ein Maß-nahmenpaket zur Effizienzsteigerung.

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Fuldatal hat die Erstellung eines Klimaschutzteilkon-zeptes für die Trinkwasserversorgung, gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Natur-schutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, beauftragt.